Kleinster mikroelektronischer Roboter der Welt

In der Titelgeschichte des renommierten Fachmagazins „Nature Electronics“ präsentiert ein internationales Forschungsteam unter Federführung der TU Chemnitz ein neuartiges mikroelektronisches System

Einem internationalen Forschungsteam an der Technischen Universität Chemnitz und am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden, ist ein Durchbruch gelungen. In der aktuellen Ausgabe von „Nature Electronics“ berichten sie über die Entwicklung des kleinsten mikroelektronischen Roboters der Welt, der durch einen Zwillings-Düsenjet angetrieben und gesteuert wird (Abb. 1). Der mikrolektronische Roboter ist 0.8 mm lang, 0,8 mm breit und 0.14 mm hoch. Zum Vergleich: Ein 1-Cent-Stück hat einen Durchmesser von rund 16 mm. Der Mikro-Roboter ist mechanisch extrem flexibel, beweglich und mit diversen Funktionen ausgerüstet. An dem Projekt waren neben der TU Chemnitz und dem IFW Dresden die Chinesische Akademie der Wissenschaften Changchun und die Technische Universität Dresden beteiligt.

Ein besonderer Aspekt der Entwicklung ist die Bereitstellung von elektrischer Energie an Bord, die es dem hochflexiblen Mikro-Roboter erlaubt, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Das System ist zudem in hohem Maße manövrierfähig in wässriger Lösung und lässt sich fernsteuern. Darüber hinaus verfügt der Roboter über eine Lichtquelle und einen kleinen Greifarm, die kabellos mit Energie versorgt werden können. Denkbar ist so der Einsatz von biomedizinischen Sensoren und Aktoren, die Anwendungen in den Bereichen der Mikro-Robotik und Medizintechnik ermöglichen. Beispiele hierfür sind das gezielte Verabreichen von Medikamenten oder die Diagnose von Krankheiten direkt im Organismus.

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