Nanodünne flexible Touchscreens könnten wie Zeitungen gedruckt werden

Forscher der IMT University Melbourne haben ein ultradünnes und ultra-flexibles elektronisches Material entwickelt, das wie eine Zeitung für die Touchscreens der Zukunft gedruckt und ausgerollt werden kann.

Die berührungsempfindliche Technologie ist 100-mal dünner als vorhandene Touchscreen-Materialien und so biegsam, dass sie wie eine Röhre aufgerollt werden kann.

Um die neue leitfähige Folie zu erstellen, verwendete ein von der RMIT-Universität geführtes Team einen Dünnfilm, der in Touchscreens von Mobiltelefonen üblich ist, und schrumpfte ihn mithilfe der Flüssigmetallchemie von 3D auf 2D.
Die nanodünnen Blätter sind leicht mit vorhandenen elektronischen Technologien kompatibel und können aufgrund ihrer unglaublichen Flexibilität möglicherweise wie eine Zeitung durch Roll-to-Roll-Verarbeitung (R2R) hergestellt werden.

Um den neuen Typ von atomar dünnem Indium-Zinn-Oxid (ITO) herzustellen, verwendeten die Forscher einen Flüssigmetalldruckansatz. Eine Indium-Zinn-Legierung wird auf 200 ° C erhitzt, wo sie flüssig wird, und dann über eine Oberfläche gerollt, um nanodünne Schichten aus Indiumzinnoxid zu drucken. Diese 2D-Nanoblätter haben die gleiche chemische Zusammensetzung wie Standard-ITO, jedoch eine andere Kristallstruktur, was ihnen aufregende neue mechanische und optische Eigenschaften verleiht. Der neue ITO-Typ ist nicht nur voll flexibel, sondern absorbiert auch nur 0,7% des Lichts, verglichen mit 5-10% des leitfähigen Standardglases. Um es elektronisch leitfähiger zu machen, fügen Sie einfach weitere Schichten hinzu.

Die Studie mit Mitarbeitern der UNSW, der Monash University und des ARC-Kompetenzzentrums für zukünftige Niedrigenergie-Elektroniktechnologien (FLEET) wurde in der Zeitschrift Nature Electronics veröffentlicht.

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Bild: RMIT University